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Risikominimierung durch Ultraschalldissektion
Chirurgische Eingriffe am Schädel und an der Wirbelsäule stellen eine besondere Herausforderung dar. Der Zugang über die knöcherne Schädelhülle erfordert ein präzises punktuelles Vorgehen. Die operative Beeinträchtigung wichtiger neuronaler und vaskulärer
Strukturen im Gehirn und an der Wirbelsäule kann zudem zu schwerwiegenden Funktionsverlusten des Patienten führen. Die Entwicklung minimal-invasiver und mikrochirurgischer Operationsmethoden stieß daher insbesondere in der Neurochirurgie auf große Resonanz.
Indikationen für Eingriffe am Schädel
Zu den Hauptindikationen operativer Eingriffe am Schädel zählen Tumore. Häufiger als hirneigene Tumore treten Metastasen auf. So entwickeln mehr als 20 Prozent der Patienten mit einem Tumorleiden im Verlauf ihrer Krankheit eine Metastase im Gehirn. Die häufigsten zerebralen Metastasen entstehen bei Lungenkrebs (30-60 Prozent), Brustkrebs (15-40 Prozent) und Hautkrebs (Melanom 10 Prozent).
Der chirurgische Eingriff am Schädel zielt darauf ab, den Tumor bzw. die Metastase komplett zu entfernen. Gelingt dieses nicht, wird die Tumormasse so weit wie möglich reduziert. Dabei hilft der Einsatz der Neuronavigation sowie intraoperativer Bilddatenerhebungen, die Tumore exakt zu lokalisieren und damit das Risiko zu reduzieren, dass intakte Gewebe- und Knochenstrukturen verletzt werden.
Tumor- Präparation und schnelle Koagulation mit Ultraschallinstrumenten
Eine weitere Risikominimierung wird durch den Einsatz von Ultraschallinstrumenten zur feinen Präparation der Hirntumore erreicht.
Ultraschalldissektoren vermögen die Tumormasse effektiv aufzulösen, wobei umliegende Gefäße und Nerven geschont werden. Eine schnelle Koagulation von Blutgefäßen – punktgenau oder flächendeckend – wird mit Ultraschall- oder Kaltplasmakoagulation (CPC) erzielt.
Vorteile der Söring Ultraschalldissektoren:
- Präzise und effiziente Reduktion des Tumorgewebes
- Vermeidung von Traumatisierungen des umliegenden Gewebes
- Für unterschiedliche Gewebestrukturen wie harte, mittelharte und weiche Hirntumore einsetzbar
- Sichere Handhabung
- Großes Repertoire für unterschiedliche anatomische Gegebenheiten
Vorteile der Söring Ultraschall-/Hochfrequenz-Pinzetten:
- Kontrollierte, punktgenaue Koagulation
- Flächendeckende Koagulation
- Kein Verkleben
- Keine Nekrosenbildung
Wirbelsäulenchirurgische Eingriffe
Einer der möglichen operativen Eingriffe an der Wirbelsäulen ist die chirurgische Dekompression des Spinalkanals bei vorliegenden Spinalstenosen. Bei einer lumbalen Spinalkanalstenose erreicht man die Entlastung des Rückenmarks durch eine Dekompressionslaminektomie, bei der hierzu überschüssiger bzw. störender Knochen abgetragen wird. Weitere Eingriffe an der Wirbelsäule sind die Entfernung von Bandscheibensequestern und die Teilentfernung von Wirbelkörpern.
In der chirurgischen Behandlung traumatischer und degenerativer Erkrankungen der Wirbelsäule bieten minimale-invasive Techniken eine Reihe von Vorteilen:
- Geringer Blutverlust
- Geringerer postoperativer Schmerz
- Schnelle Mobilisierbarkeit
- Weniger Wundheilungsstörungen und Sekundärkomplikationen
Ultraschalldissektion in der Wirbelsäulenchirurgie
Im sensiblen Bereich der Wirbelsäule gewähren Ultraschalldissektoren einen besonders präzisen Knochenabtrag. Der große Vorteil der Ultraschalldissektion besteht in der selektiven Knochendissektion, die nur harte Strukturen abträgt und das umliegende Weichteilgewebe nicht beeinträchtigt. Das Knochenmaterial wird unter Schonung der Dura Mater und anderer Nervenstrukturen entfernt.
Vorteile der Söring Ultraschalldissektoren beim Knochenabtrag:
- Selektive Dissektion von Knochen und harten Strukturen unter Schonung des umliegenden Weichteilgewebes
- Erhalt der umliegenden Nerven und Gefäße
- Stark reduzierte Verletzungsgefahr der Dura Mater



