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Komplikationen fachgerecht versorgt
Trotz moderner, zunehmend weniger invasiver Operationsmethoden und der konsequenten Einhaltung von Hygienemaßnahmen, lassen sich postoperative Wundinfektionen nicht immer vermeiden. Allein in der Unfallchirurgie kommt es in 40 Prozent der Fälle bei offenen Brüchen zu bakteriellen Infektionen. Zwischen 0,5 und 7 Prozent aller Prothesenimplantationen sind mit Infektionen assoziiert*.
Eine besondere Herausforderung stellen bakterielle Biofilme dar, vor allem antibiotika-unempfindlicher Keime, wie zum Beispiel multiresistente Staphylococcus aureus, die eine effektive Antibiotikabehandlung erschweren.
Akute sowie chronische Knochen-, Weichteil- und/oder Gelenkinfektionen müssen zeitnah behandelt werden, um Folgeschäden wie Knochen- und Weichteildefekte, Verkürzungen und Fehlstellungen von Extremitäten oder Gelenkverschleiß zu verhindern.
Für die fachgerechte Versorgung von Infektionen in der Traumatologie, Unfallchirurgie und Orthopädie stehen unterschiedliche Therapiemethoden zur Verfügung:
- Kürettage
- Wasserstrahl-Spülung
- Bakterizide Infektsanierung mit invasivem Ultraschall
- Ultrasonic Lavage (USL)
- Chirurgisches Debridement
Vorteil Ultrasonic Lavage: Selektive Wirkweise und schonendes Debridement
Eine effektive Infektsanierung auch bei Bakterien in Biofilmen bietet die Söring Ultrasonic Lavage (USL). Die bakterizide Tiefenreinigung des Verfahrens beruht auf dem Kavitationseffekt. Dabei unterscheidet der Ultraschall zwischen nekrotischem und gesundem Gewebe. Nekrosen, beschädigtes Gewebe und selbst Biofilmformationen werden entfernt, ohne das gesunde Gewebe anzugreifen.
Diese selektive Vorgehensweise des Ultrasonic Lavage bietet eine Reihe von Vorteilen:
- Rückführung der Wunde in ein akutes Stadium und damit Anregung/Förderung der Granulation
- Avitales Gewebe wird abgelöst und ausgeschwemmt, Granulationsgewebe bleibt erhalten
- Signifikante Reduktion von Keimen, selbst in schwer zugänglichen Biofilmformationen
- Anwendung auch bei schwer zugänglichen Wundarealen, z. B. in Fistelgängen durch spezielle Handstücke, bei einfacher Handhabung für den Anwender
- Subjektive Reduktion des Schmerzempfindens bei den behandelten Patienten
Kostensenkende Effekte
Durch den Einsatz der Ultrasonic Lavage lassen sich deutliche Kosteneinsparungen erzielen:
- Effektive Wundreinigung reduziert Anzahl der Debridements
- Schnellerer Primärverschluss
- Schnellere Heilung
- Keine Antibiotikagabe durch effektive Keimreduktion
- Geringerer Verbrauch von Analgetika durch schmerzärmere Behandlung
- Chirurgische Eingriffe erübrigen sich, da auch schwer zugängliche Wundtaschen, wie z. B. Fistelgänge, erreicht werden
Indikationen:
Eine Infektsanierung mit dem Ultrasonic Lavage Verfahren empfiehlt sich bei folgenden Indikationen:
- Hüftrevision
- Knierevision
- Vorbereitung zur Spalthaut
- Verbrennungswunden
- Schusswunden
- Reinigung septischer Wunden
- Offene Frakturen zur Infektionsprophylaxe
- Postoperative Wundinfektionen
*Quelle: Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Tübingen (BG Klinik)




