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Minimal-invasive Techniken auf dem Vormarsch
Minimal-invasive Operationstechniken haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend auch in der Urologie durchgesetzt. Endoskopische Eingriffe bei Erkrankungen von Nebenniere, Niere, Harnleiter, Blase und Prostata gehören heute zu den Routineoperationen. Konventionelle offene Operationstechniken behalten dabei weiterhin ihre Berechtigung, zum Beispiel in der Behandlung großer Tumore, oder in Fällen, in denen die Tumore in große Blutgefäße eingewachsen sind.
Zum Spektrum der Operationen, die grundsätzlich für einen laparoskopischen Eingriff geeignet sind, gehören:
- Prostatektomie
- Pyelotomie
- Nephrektomie
- Ureteranastomose
Gerade in den letzten Jahren hat sich die endoskopische Nephrektomie oder Teilnephrektomie zu einem Standardverfahren in der urologischen Chirurgie entwickelt. Die „Schlüsselloch-Technik“, die das Operationsgebiet optisch vergrößert und eine Handhabung besonders feiner Instrumente erlaubt, ist präzise und schonend.
Techniken der Prostatektomie
Der eigentliche Durchbruch der Laparoskopie in der urologischen Chirurgie gelang vor knapp 15 Jahren mit der standardisierten Durchführung der laparoskopischen radikalen Prostatektomie. Das Prostatakarzinom gehört zu den häufigsten Krebsleiden beim Mann. In Deutschland liegt das Risiko, ein behandlungsbedürftiges Prostatakarzinom zu entwickeln, bei etwa 16 Prozent. Eine Prostatektomie kann
- Perineal
- Retropubisch
- Laparoskopisch
durchgeführt werden.
Die retropubische Prostatektomie wird derzeit weltweit am häufigsten durchgeführt. Bei diesem offen chirurgischen Verfahren wird die Prostata außerhalb des Peritoneums zwischen Symphyse und Bauchnabel freipräpariert. Die Anastomose zwischen Blasenstumpf und Harnröhre kann unter direkter Sicht angelegt werden.
Verglichen mit der retropubischen Operationsmethode, ist die laparoskopische Prostatektomie ein operationstechnisch schwieriger Eingriff, der mehr Zeit benötigt. Diese minimal-invasive Vorgehensweise bietet dem Patienten und dem Gesundheitswesen aber zahlreiche Vorteile:
- Schonung neurovaskulärer Strukturen durch optimale Visualisierung des Operationsgebietes (Vergrößerung und Beleuchtung)
- Blutarmer Operationssitus
- Frühe Kontinenz
- Reduzierte Morbiditätsrate
- Einsparung von Bluttransfusionen
- Kürzere Krankenhausverweildauer
- Schnellere Rekonvaleszenz
Ultraschallinstrumente in der Laparoskopie: Sicheres Koagulieren und Schneiden
Der Einsatz von Ultraschallinstrumenten in der Laparoskopie führt zu noch blutungsärmeren, präziseren und schnelleren Ergebnissen. In einem Frequenzbereich von 55 kHz kann der Ultraschall zur Gewebepräparation und Koagulation genutzt werden, da die Wände der Blutgefäße miteinander verkleben und verschlossen werden. Ein Effekt, der sehr punktuell wirkt und daher ein präzises Vorgehen bei der Präparation und Koagulation ermöglicht.
Vorteile der Söring Ultraschall-Instrumente:
- Geringer Blutverlust und damit eine bessere Sicht auf den OP-Situs für den Chirurgen
- Keine sichtbare Rauchbildung
- Risikoarme Präparation und Koagulation, da kein Stromfluss durch den Patienten führt
- Ergonomische Handhabung
- Wirtschaftlichkeit durch Wiederverwendbarkeit



